Mittwoch, 28. Februar 2007

Schminken = rational

Soeben komme ich von meiner wohl verdienten Rauchpause zurück und die anregende Diskussion, die ich im Raucherkammerl mit meiner Chefin geführt habe bringt mich gleich zu meinem nächsten Blog:
Mit welcher Hand Frau welche Tätigkeiten ausführt - sie und ich sind uns in dieser Angelegenheit recht ähnlich und deshalb auch einig und führen viele Tätigkeiten links aus, obwohl wir ja eigentlich Rechtshänderinnen sind.
Mit links wird:

Telefoniert, sms geschrieben, mitunter geraucht und geknöpft - die rechte Hand wirkt hier nur unterstützend, weil’s mit links einfach besser und schneller funktioniert.
Mit rechts hingegen werden folgende Tätigkeiten effizienter ausgeführt:

Schminken, Handschreiben und Zähneputzen.
(die Liste könnte auf beiden Seiten sicherlich verlängert werden, aber wieviel Gespräch geht sich schon in 5 Minuten – wie wir später sehen werden: kreativer - Rauchpause aus?)
Ich frage mich nun also wodurch sich diese Tätigkeiten in ihrem Kern unterscheiden und warum die rechte Hand (obwohl ego Rechtshänderin) in diesem Fall so „batschert“ ist?
Ich habe mich diesbezüglich unter
www.wikipedia.at schlau gemacht und siehe da:
„In der Literatur werden mitunter Linkshändern besondere Eigenschaften zugeschrieben, die bei ihnen statistisch
gesehen stärker ausgeprägt sein sollen als bei Rechtshändern. Genannt wird etwa, dass Linkshänder im Durchschnitt intelligenter seien als Rechtshänder. Insbesondere in der populärwissenschaftlichen Literatur wird die mit der Händigkeit einhergehende Dominanz jeweils einer bestimmten Gehirnhälfte mit statistisch vorherrschenden Stärken, Schwächen und Persönlichkeitsmerkmalen in Verbindung gebracht. Auch wird angenommen, dass Linkshänder kreativ denken und handeln, während Rechtshänder in der Mehrzahl eher rational vorgehen.“
Was lernen wir daraus: Telefonieren und Rauchen sind also offenbar kreative Tätigkeiten, Schminken und Handschreiben rational.
Dann probieren wir’s doch einfach mal andersrum!
(Ein Bericht dazu wird folgen!)

Einmal Hamster sein!

Génie des MontAgnes hat die letzte Zeit fleißig für mich mit-ge-bloggt, denn meiner einer war mit Renovierungen im Wohnbereich beschäftigt und diese Tage auch mit einer Renovierung im Kieferbereich.
Genauer gesagt wurde mit vor etwa einem Jahr ein „böser Zahn“ gezogen, der mich über 10 Jahre gequält hat. Weil er aber bis zuletzt Probleme machte und nicht aus dem Kieferknochen raus wollte musste ebendieser weggefräst respektive abgebaut werden und dementsprechend nun – nachdem ich mich für ein einzelnes Zahnimplantat welches mittels Schraube im Kiefer befestigt wird entschieden habe - wieder aufgebaut werden.

Nun laufe ich als einseitiger Hamster durchs Leben (wobei Hamster ansich sehr liebenswerte Zeigenossen sind - ich gedenke an dieser Stelle meinem Goldhamster Tripple Nikodemus,
den ich damals in den frühern 90-er Jahren heiß geliebt habe...) und schlucke Tabletten mit ungarischer Beschreibung (man spart sich durch diesen kleinen Umweg in das Nachbar-EU-Land sage und schreibe 2/3 der hiesigen Zahnarztkosten!)

Insofern hat sich also das bloggen etwas nach hinten verlagert…Hamsterlein wird sich nun bemühen das alles nachzuholen was in letzter Zeit verabsäumt wurde!

Montag, 26. Februar 2007

Agnes Maier Superstar !


Agnes Maier Superstar - welcome back in Skizirkus!
Es hat alles einwandfrei geklappt, und ich hatte den sprichwörtlichen Dreh beim Skifahren sofort wieder raus!

Mittwoch, 21. Februar 2007

Nostalgica III: Goodbye Duckfoot!

(Wagrain) Wer kennt das nicht? Die zunehmenden Wehwehchen im Alter und parallel dazu die sichere Erkenntnis, dass Beweglichkeit und Energien einfach irgendwann weniger werden. Nix mehr mit jugendlichem Leichtsinn, nix mehr mit haxnbrecherischer Waghalsigkeit - vorbei ist nun die Zeit des bedenkenlosen Übermuts!

Mit dem heutigen Tag ist mir all das SCHLAGARTIG bewusst geworden! Ich stelle fest, dass ich mich meinem Alter beugen muss und - ACHTUNG, nun kommt's - werde daher dem Snowboarding den Rücken kehren!

Die Kniee schmerzen, die Wadeln melden sich auch immer öfter, was mich dazu bringt, das Brettl an den Nagel zu hängen! Weg vom Duckfoot- und vom Fakie-Fahren und alles in allem weg von dieser schmerzverursachenden Position am Brett - Ich trauere aus ganzem Herzen!

ALLES an diesem explosionsartigen neuen Trendsport hab ich ab Mitte der Neunziger am eigenen Leib (mit)erlebt: die Entscheidung, ob man nun Race oder doch lieber Freestyle (eh kloa!) fahren will, ob man Goofy-, Regular- oder eben Duckfoot-Boarder ist, ob man in der Pipe oder an anderen Obstacles seine Tricks zaubert, ob man den Three-Sixty beherrscht oder wenigstens den One-Eighty, die unzähligen Crossover-Bands, die in der Szene beliebt waren sowie die vielen, vielen Powder-Sessions mit Freunden.

Egal, irgendwann hat alles mal ein Ende und bekanntlich soll man ja dann aufhören, wenns am schönsten ist.

Nach vollen 12 Jahren also gebe ich daher das Ende meiner Boarderkarriere bekannt. Als Draufgabe habe ich heute außerdem beschlossen, ab morgen wieder Schi zu fahren! Meine in die Jahre gekommenen Schischuhe hab ich wohlweislich schon im Vorfeld eingepackt, und wenn mir das Glück hold ist, werde ich trotz abblätternder Farbe auf den Boots, äh Schischuhen, ganz im Gegensatz zu diesen morgen auf der Piste gar nicht alt aussehen... Agi, slide on!

Freitag, 16. Februar 2007

Heute schon Schwein gehabt?

Erst nach Ablauf des - wenns nach dem chinesischen Horoskop geht - bereits übermorgen (18. Februar) beginnenden >Jahres des Schweins<, wird man feststellen können, ob man in diesem Jahr "Schwein gehabt" haben wird oder nicht. Ich erlaube mir eine kleine, feine Zukunftsvision, wie ich mir ein Leben im Zeichen des Schweins so vorstelle:
Da ich wirklich JEDEM Satz in JEDEM Horoskop ernsthaft Glauben schenke, bin ich gespannt, was die Schweine sich heuer für mich so alles einfallen lassen werden. In Wahrheit, also wenn ich mich auf meine Jahresprognosen aus den einschlägigen österreichischen Hochglanz-Wochenmagazinen so besinne, dann bin ich als - wenns nach unserer abendländischen Astrologie geht - Waage heuer DER/DIE Glückspilz/in schlechthin!

Und ich sage euch, ehrlich, ich merke es schon jetzt: Heute wurde mir z.B. schon in aller Herrgottsfrühe von einem hundsgeschweinen (dieser Vorfall ist aber sicher nur als Ausläufer des zu Ende gehenden >Jahres des Hundes< zu verstehen) Schwarzkappler „geraten“, mir ein Jahres-Ticket für die Öffis zuzulegen, weil’s ja immer wieder zu Zores beim Schwarzfahren kommt. Er hat’s gut mit mir gemeint, denn man weiß ja, was passieren kann, wenn einen diese Schweinebacken erwischen…

Mein persönliches Schweinejahr wird auf jeden Fall eins der besten! Und viel viel besser als das Hundejahr. Also, will ich mich daher von Anfang an richtig entscheiden und erwerbe mir eine SAUteure Jahreskarte! Vorbei ist's nun mit dem Hundeleben, JETZT kommt das Schweineleben, trara ! ! !

Am späten Nachmittag läutet meine Türglocke, ohne dass ich jemanden eingeladen hätte. Ich überlege, wer mich um diese Zeit stören könnte und beschließe aus Furcht vor dem Kuckuck nicht zu öffnen. Als ich kurz später meinen Postkasten öffne, flattert mir ein gelber Abholschein von der Post entgegen, der mich auffordert, meine Buchsendung nun doch selbst von ebendort abzuholen, wenn ich sie schon nicht persönlich entgegen nehmen will.

Wenn man mich heute fragen würde: "Und? Heute schon Schwein gehabt?", würde ich mit lippenbeißender Mimik "Maximal am Teller..." entgegnen -
und gerade dort brauch' ich's doch am wenigsten!

Donnerstag, 15. Februar 2007

Nostalgica II: London anno 1997/98

Der Kinofilm "The Queen" war es, der mich zu diesem Blog-Eintrag angeregt hat. Die vielen Erinnerungen, die vor allem ICH persönlich an Lady Di habe, die ja 1997 auf tragische Weise ums Leben gekommen ist, kommen mir dabei wieder in den Sinn. Lady-Di-Teehäferl, die Lady-Di-Briefmarke, einfach die unzähligen Mitbringsel, die man in den vielen Einkaufsstraßen und an den klassischen Touristenorten in London erstehen hätte können.
K, T and me nämlich haben London noch die letzten Tage und Stunden in diesem für die Royals sehr schicksalhaften Jahr 1997 erlebt, waren wir doch über Silvester Gäste im britischen Königreich. Der Tod von Lady Di war zu diesem Zeitpunkt immer noch spürbar, wie ich meine. Ob sich die Königsfamilie da schon halbwegs von dem Schock erholt hat, bleibt vermutlich wie so vieles im Dunkeln.

Damals war es unser aller erster Besuch in der britischen Hauptstadt, und wie wir uns damals hoch und heilig geschworen haben, sicher nicht unser letzter [Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen Beteiligten unseren "Schwur" in Erinnerung rufen: In 10 Jahren fahren wir wieder zu dritt nach London! So, meine Lieben, HEUER - 2007/08 wäre es dann soweit, den nächsten Jahreswechsel müssen wir wohl oder übel in London zu dritt verbringen... Kinder, wie die Zeit vergeht!]

Diesmal aber wirklich zu dritt... ich merke wie euch das schlechte Gewissen wieder einholt, und das ist auch gut so. Allen Lesern, die diese Geschichte nicht aus persönlichen Erzählungen kennen, sei folgendes kurz angedeutet: K + T haben mich sprichwörtlich im Londoner Regen stehen lassen; ich hatte das Pech, die beiden Mädls auf dem Weg vom Big Ben (den MUSS man zu Silvester unbedingt mal läuten hören, war mein persönlicher Silvesterwunsch) zum Trafalgar Square (dort MUSS man sich zum Jahreswechsel nackt in den Brunnen schmeißen, war deren persönliche Silvestervorstellung) in den ungeheuren Menschenmassen zu verlieren... Auf Höhe der Downing Street hab ich sie glaub ich noch "Tony Blair - zag di her!" skandieren gehört, aber dann war diese akustische Verbindung irgendwann auch nicht mehr vorhanden...

Mir ist nichts anderes übrig geblieben als mich mitten in der Silvesternacht allein durch London zu schlagen. Happy New Year, jajaja! Es war ganz, sagen wir mal, ok... das Bild, das sich mir dann nach meiner Odyssee durch die Stadt in unserer U-Bahn-Station gezeigt hat, werde ich aber - ich schwöre - meinen Lebtag nicht vergessen. Da saßen sie! Gut gelaunt und beschwipst sind sie da auf einer Wartebank gesessen und haben... sich keine Sorgen um mich gemacht, NEEIN, sie haben... geplaudert, so als ob nix gewesen wäre. Aber wahre Freundschaft währt am längsten, doesn't it?

Montag, 12. Februar 2007

Husten, Schnupfen, Heiterkeit

Am Wochenende bin ich flach gelegen. Hätte ich doch das kalte Rote Zwickl am Samstag Abend gestrichen und mir stattdessen lieber eine heiße Badewanne gegönnt. Tja, ich dachte wohl, ich könnte das Erkältungsbad auch einen Tag später nehmen, doch das war leider eine Falschannahme.
Heute rinnt meine Nase, mein Hals schmerzt so aufdringlich, dass ich mir vorgenommen habe, die nächsten Tage nichts zu essen, weil ich die Nahrung ohnehin nicht schlucken könnte. Gliederschmerzen machen wir das tägliche Aufstehen zu einer wahren Freude. Wäre ich also schon am Samstag in die Wanne gestiegen, hätte ich mir das alles erspart. Hätt-i-wari. däd-i, häd-i, könnt-i, müsst-i ... den klassischen Erkältungssymptomen ist - wenn es zu spät ist, ist's zu spät - mit Vitaminen auch nicht mehr beizukommen. Abhärtung und warme Kleidung hätte ich zur Vorbeugung VORHER durchführen und anziehen müssen. Nun hat mich die Erkältung also vollends erfasst!
Bis zum Schluss war ich der irrigen Meinung, dass mich eine Verkühlung heuer auslassen würde. Ich hab gekämpft, hab meine Abwehrschutzschilder ausgefahren, während Arbeitskollegen und Freunde schnupfend und hustend neben mir ihre Viren verbreitet haben - damals hab ich fast schadenfreudig mit meiner vermeintlich immerwährenden Immunität geprotzt. Doch irgendwann war Schluss damit!

Die Arbeitskollegen und Freunde sind mittlerweile wieder voll fit und frohen Mutes. Da ich weiß, dass solch eine Verkühlung bei guter Versorgung und Pflege nicht von allzu langer Dauer ist, will ich es ihnen gleich tun und auch wieder heiser, äh heiter sein!

Mittwoch, 7. Februar 2007

Mensch und Schwein(s) - alles eins

! ? ! All animals are equal ? ! ? - Ursprünglich thronte dieser Satz als Titel über der aktuellen Blog-Story, die ein Plädoyer werden soll:

Ich entscheide mich also heute dafür, ein Plädoyer für die Gleichheit aller Erdenbürger zu verfassen. Zwar haben das schon viele viel besser vor mir geschafft, aber aus irgendeinem Grund ist genau das mein heutiges Anliegen: Eine Art von Gesellschaftskritik in diesem Blog zu hinterlassen, die vielleicht von der/m einen oder anderen als Diskussionsaufruf verstanden wird.

Schon die Aussage dieser Orwell'schen Aussage "All animals are equal", der sie freilich in die Münder respektive Mäuler seiner Tiere legt, ist ein Blödsinn erster Klasse. Es gibt näHmlich ich-weiß-nicht-wieviele Tierarten auf dieser Erde, die sich alles andere als gleich sind
> comprende?

Gut, ok, ich habe auf den clownesken Kunstgriff zurückgegriffen, der einem erlaubt, sich blöder zu stellen als man in Wahrheit ist. Ich weiß nämlich, dass dieses "Mantra" sich nicht auf die Unterscheidung der Tierarten bezieht, sondern eben als Schritt in Richtung Gleichheit für alle zu verstehen ist. Im Laufe der Story sind aber dann doch ein paar von diesen Schweinen "more equal" als andere.
Was genau ich eigentlich mit dieser Blog-Story sagen wollte, ist mir leider leider entfallen (es wird alles zunehmend konfuser...), denn es war mir im anfänglichen Schreiber-Enthusiasmus nicht bewusst, welch heißes Eisen ich mit diesem Thema angreife. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, und auch ich sollte es wieder einmal aufschlagen, um ein passende(re)s Statement abgeben zu KÖNNEN.

Wichtig ist mir auf jeden Fall, dass trotz der Unterschiedlichkeiten aller Menschen - ob sie nun dick, dünn, klein, groß, arm, reich, gesund, krank, schlau, dumm, einäugig oder blauäugig durchs Leben gehen - letztlich allein der Mensch zählt. Menschsein ist super, und das obwohl die - oh, ein Schauer jagt meinen Rücken hinab bei Erwähnung dieser deutschen Pop-Männerband - PRINZEN sagen, man müsse "ein Schwein sein in dieser Welt (WH: Schwein sein)". Mit dieser Erkenntnis liegen sie knapp an der von Orwell, bei dem am Ende der Geschichte auch nicht mehr zwischen Mensch und Schwein unterschieden werden kann.

Zitate zum Thema:


Edgar Allan Poe: "Menschen sind senkrechte Schweine"
Harry Truman: "Präsident sollte nur jemand werden dürfen, der auch Schweine versteht." -

(siehe auch http://www.wer-weiss-was.de/theme73/article742123.html )

Samstag, 3. Februar 2007

Nostalgica I: Die unzähligen Tode des Nolly Nocker

Frechdaxxx' Sehnsucht nach alten Zeiten wirkt ansteckend. Ich eröffne daher neben der bereits bestehenden Reihe "Schildbürgerstreiche" eine weitere unter dem Titel "Nostalgica", um der Vergangenheit ein interaktives Denkmal zu setzen.

Jener geneigte Leser, dem der Name NOLLY NOCKER bisher nicht geläufig war, sei damit vertröstet: Nolly war ein reudiger kleiner Plüsch-Fuchs im Robin-Hood-Kostüm (sollten noch Fotos aufzutreiben sein, bitte an mich!), der das Herz zweier junger Teenager-Mädls im Sturm erobert hatte (Anm. d. Autorin: K + T), und der von den anderen (d.i. der Rest der Klasse) aus welchen Gründen auch immer abgrundtief verabscheut wurde. Ich, bitte, aber war bei den folgenden Aktionen, die für die Nachwelt spürbar erhalten werden/bleiben müssen, NIE mit von der Partie...oder nur ganz selten.

Unserem Nolly Nocker, dem grüngekleideten Retter und Beschützer der Armen und Entrechteten, spielte das Schicksal nicht immer günstig mit. Nocker war wie der wahre Robin Hood ein Geächteter, wegen seiner Plüschhaftigkeit jedoch im Gegensatz zu seinem "Idol" nicht fähig, sich für jemanden einzusetzen und schon gar nicht dafür geschaffen, anderen Gutes zu tun. Bald war er aufgrund seiner Maskerade als Plagiator ertappt. Diesen Betrug musste er täglich mit seinem Leben bezahlen, und so schien es nicht verwunderlich, Nolly Nocker Tag für Tag einen anderen Tod sterben zu sehen. So hing er eines Tages gevierteilt an unserer Klassen-Pinwand, ein anderes Mal wurde er im Waschbecken ertränkt aufgefunden. Dann wieder baumelte er - ein wahrlich erbärmlicher Anblick - aufgehängt an seinen Hosenträgern und zusätzlich mit schauderhaften Worten der Abneigung versehen von der Klassentafel.
Entsetzlich muss es für die Nocker-Anhängerinnen gewesen sein, dass er immer wieder in die Fänge seiner Kritiker geriet. Kein Versteck war für ihn sicher, es gab kein Schlupfloch, das nicht ausfindig gemacht werden konnte, und doch schaffte er es zu entkommen. Rechtzeitig bevor ... naja, bevor noch dieser Mythos stirbt.

Man weiß nicht, wieviele Tode Nocker in seinem Leben über sich ergehen lassen musste, fest steht aber, dass er unzählige davon (gehabt) haben muss. Nolly Nocker is still alive...somewhere.

Freitag, 2. Februar 2007

Als die Welt bloggen lernte - Hype, hype, hurra !

Hypes regieren die heutige Welt, das steht fest! Ich bin schon jetzt, am vierten Tage des Blog-Bestehens gespannt, wie lange uns "Der flotte Zweier - Ein Blog als Lebensaufgabe" in seinen Bann ziehen wird, ehe wieder etwas Neues daher kommt und unsere Aufmerksamkeit erregt! Wir fangen dort an, wo andere schon längst wieder aufgehört haben.

Genießen wir diese aufgekommene Interaktivität im Internet, die uns seit Kurzem solchen Spaß bereitet - Hype, hype, hurra!

Schildbürgerstreich I

Mein neues Bett heißt Aneboda. Aneboda macht mich glücklich. Es ist 3 Wochen alt. Aneboda ist 160x200cm groß. Aneboda ist im unteren Preissegment angesiedelt und wirkt sehr stabil. Aneboda hält nicht was es verspricht. Aneboda macht Geräusche. Aneboda lässt meine Nachbarn aufhören. Aneboda wird mir unsympathisch. Ich hasse Aneboda und zerlege es in seine Einzelteile. Ich beschimpfe es und trage es dorthin zurück wo es hergekommen ist. Ich kaufe Sundnes. Sundnes macht mich glücklich. Sundnes ist 3 Tage alt und 160x200 cm groß. Sundnes ist im mittleren Preisssegment angesiedelt und wirkt äußerst stabil. Sundnes hält nicht was es verspricht. Sundnes macht Geräusche. Sundnes lässt meine Nachbarn aufhören. Sundnes wird mir unsympathisch. Ich hasse Sundnes und zerlege es in seine Einzelteile. Ich beschimpfe es und trage es dorthin zurück wo es hergekommen ist. Ich pfeif auf's Bett und schlafe am Boden.

Melancholie über die Freiheit

Während Génie des MontAgnes sich mit Ohrenschmerzen quält, quälen mich stechende Kopfschmerzen.
Diese rühren daher, dass ich gerade dabei bin - nach Feng Shui - meine Wohnung noch rechtzeitig vor dem Frühling zu entrümpeln und das am Liebsten des Nächtens. Insofern kommt der Schlaf zu kurz und mein Kopf meldet sich sogleich mit grausamen Stechen links und rechts der Schläfen. Und während ich also meine kostbaren Nächte damit
verbringe Brauchbares von Unbrauchbarem zu trennen, mich von Altem zu befreien und meine vier Wände mit neuem Mobiliar und frischer Farbe auszustatten, fällt mir so einiges in die Hände:
Tagebücher aus Volksschulzeiten, selbst- und fremdverfasste Liebesromane aus der Gymnasium-Unterstufe, Gedichte und Gedanken, die ich auf irgendwelche Zetteln geschrieben habe aus der Gymnasium-Oberstufe, und jede Menge Briefe - solche, die unter Schulbänken hin und her geschrieben wurden, solche, die geschrieben und empfangen wurden, bevor es E-Mails als Massenkommunikationsmittel gab und solche die nie abgeschickt wurden (das sind fast die Interessantesten - und ich bin am überlegen ob ich sie nicht vielleicht doch noch an den/die Bestimmte/n schicke, auch wenn es teilweise Jahre her ist und die angegebene Adresse eventuell von jemand anderem bewohnt wird und somit ein fremder Empfänger meine Ergüsse liest - sollte es soweit kommen werde ich mich darüber aus-bloggen).

Und dann überkommt micht diese Melancholie. Melancholie über so Vieles:
die guten alten Zeiten, die juvenile Dummheit, die Gerüche von früher, die Musik die einst rauf und runter gespielt wurde und nun niemand mehr hört, die Menschen, die ich aus den Augen verloren hab, die Freunde, die ich viel zu selten sehe aber mein Herz so sehr berühren, die Reisen die längst vorbei sind, die Tagesabläufe und Handlungen die völlig unstrukturiert und spontan waren, die Mode der 90-er, die ewiglangen Sommerferien...und das große Stück FREIHEIT!

Ohrenweh...ojemine(h)

Es ist ja eigentlich genial, wozu der menschliche O(h)rganismus imstande ist. Oft aber ist er auch so genial, dass es schon weh tut. Schmerz ist immerhin die Sprache des Körpers: Der Körper kommuniziert dem Gehirn, seinem Navigationszentrum quasi, wenn ihm etwas weh tut und artikuliert auf diese Weise, dass man/frau (d.i. untenstehend vereinfacht formuliert: der Mensch) etwas gegen diesen Schmerz unternehmen muss.
Oft findet der Mensch sofort die richtige Anwendung, und der Schmerz verflüchtigt sich so schnell wie er auch aufgetaucht ist. Nicht immer aber macht es einem der Schmerz SOOO einfach.

Ich, zum Beispiel, habe heute Morgen die Information von meinem Körper erhalten, dass ich meine linke Ohrenregion, welche sich durch unglaubliche Schmerzen bemerkbar macht, mal näher unter die Lupe nehmen sollte. Ohrenweh ist wohl das aller aller Böseste und mit Sicherheit das Charakterloseste, womit ein Körper den Menschen konfrontieren kann. Dunkle, schlimme Erinnerungen werden wach, in denen meine Mutter Ohrentropfen auf einem Löffel glühend heiß erhitzte, um sie mir dann in den schmerzenden Gehörgang rinnen zu lassen. "Dann is' gleich gut!" - Jaja, glaubt sie!

Der Ohrenschmerz war immer DER Schmerz, vor dem ich mich am meisten gefürchtet und vor dem ich am meisten Respekt gehabt habe, und heute, ausgerechnet heute, am 2. Februar 2007, in meinem 28. Lebensjahr sucht mich diese aus meiner Kinderzeit so verhasste Qual, erneut heim. Was also tue ich?
Ich setze meinen Verstand ein, und heize mit zittrigen Händen einen Löffel voll mit Ohrentropfen an, um mir diese umständlich - weil ohne fremde Hilfe - in das betroffene linke Ohr zu tröpfeln. AUHWEH AUWEH, mein OH-AU-R !!!
Tage später merke ich vermutlich, dass diese Aktion mein ganzes Ohr verklebt hat. Vermutlich hat sich eine Menge Ohrenschmalz neu gebildet, da es die Aufgabe dieser Körperzähigkeit ist, Staub, Schmutz, abgestorbene Hautzellen und Fremdmaterialien aus dem Ohr zu entfernen, wie Wikipedia erläutert. Mit Fremdmaterialien können nur diese Ohrentropfen gemeint sein, die durch den regelmäßigen (unsachgemäßen) Gebrauch von Wattestäbchen immer tiefer in die Ohrmuschel gedrückt wurden. So ist das Leben. Sobald das
Ohrenschmalz wieder seine gelblich-bräunliche Farbe angenommen und der Schmerz w.o. gegeben hat, ist die Welt im O(h)rganismus wieder in Ordung. Mein Wort in Gottes OHR!