Immer wenn mir fad ist, dann fallen mir solche Geschichten ein. Geschichten zu Themen, die ALLE betreffen. Wer kann schon von sich behaupten nie aufs Klo zu müssen?!?!? Kommen wir also zum vorgegebenen Thema: Der Lulu-Tourismus! Lulu-Tourismus? Was um alles in der Welt ist das? Und wo um alles in der Welt passiert er auf dieser Welt? Ich sag's Euch! Haltet Euch fest!
BEI UNS im schönen Wien!
Vor mehr als einem Jahr ist die öffentliche Klo-Anlage "Opera Toilet" in der Opernpassage des Wiener Karlsplatzes genau deswegen ins Gerede gekommen. Männer sind in Heerscharen dort hingepilgert, weil es dort was gab, was es sonst nirgends gab und was Unmut schürte. Grund für den (späteren) medialen Unmut gaben nämlich die dort installierten Klomuscheln in Form eines offenen, geschminkten Frauenmundes, in den man als Mann gegen Entgelt (!!!) - und laut Erzählungen in Habsburger-Atmosphäre - sein Geschäft verrichten konnte. Grauslich! Bäh!
Die Grünen Frauen haben vehement dagegen gewettert, und ich glaube, die Muschel-Münder wurden nun dort auch de-installiert... Aber wer glaubt, der Lulu-Tourismus würde nun der Vergangenheit angehören, der irrt!
Ich glaube es gibt den Lulu-Tourismus in abgeschwächter Form weiterhin.
Bei uns in Wien.
Auch in einem sehr berühmt-bekannten Lokal im schönen Marchfeld kann man Postkarten an seine Liebsten verschicken, auf denen folgender Text zu lesen ist:
"Ich hab' im Marchfelderhof Lulu gemacht,
und hab' dabei an Dich gedacht!
Innigst, Dein/e *UNTERSCHRIFT*"
und hab' dabei an Dich gedacht!
Innigst, Dein/e *UNTERSCHRIFT*"
Und mal Hand aufs Herz: Wer wünscht sich so einen persönlichen Gruß, der aus dem stillen Örtchen kommt, NICHT in seinem Postkasten? Es geht sogar so weit, dass man sich geehrt fühlt, wenn die/derjenige selbst in diesem intimen Moment an seine/ihre lieben Freunde denkt - oder doch nicht?
