Sonntag, 13. April 2008

Sucht mich das Glück überhaupt?

Sich Inspirationen aus Büchern zu holen, ist mir das Liebste. Wieder wurde mir ein kleinformatiges mit schwarzem Einband in die Hand gedrückt, mit dem Zusatz "Das wird dir gefallen, Gènie des MontAgnes [Name der Redaktion bekannt]!" - Und es war so!

Es handelt sich dabei ("Findet mich das Glück?") um ein recht amüsantes Werk aus dem Verlag der Buchhandlung Walther König (Köln), das an die 300 unbeantwortbare Fragen an seine Leser richtet, die über ihre Unwissenheit was so manche Dinge angeht zumindest im Nachhinein schmunzeln müssen.

Meine kleine Auswahl an Lieblingsfragen:

* Ist das alles in meinem Kopf?
* Soll ich dem Tageslicht aus dem Weg gehen?
* Darf sich die Wahrheit alles erlauben?
* Warum leistet sich die Erde den Luxus, mich zu haben?
* Hilft hartnäckiges Wünschen?
* Soll ich meinem angenehmen Wesen etwas Fieses beimischen?
* Lebt meine Seele in einem fremden Land?
* Was geschieht mit dem Fernsehsendungen, die ich nicht gesehen habe?
* Sieht meine Seele in einem fremden Land die Fernsehsendungen, die ich verpasst habe?

Und zuletzt:

* Sucht mich das Glück an einem falschen Ort?

Tja. Ja, wahrscheinlich!

Hier versuche ich mein Glück, ebenfalls unbeantwortbare Fragen ins/ans Universum zu(rück[zu])schmettern:

* Führt mein zweites Gesicht ein autonomes Leben?
* Führt mein zweites Ich Böses (gegen mich) im Schilde?
* Muss man jeden Bissen respektive Brocken runterschlucken?

Ps.: Der Kommentar-Thread ist hiermit eröffnet! (Vielleicht weiß ja doch der/die Eine oder Andere Antworten auf diese Fragen...)

Mittwoch, 2. April 2008

Happy Birthday to you - Frechdaxxx!


Die flotte Blogger-Bagage wünscht dir auch auf diesem Wege "Alles Gute zum Geburtstag!...du altes Fossil" ;-) Bussi!
Genie des MontAgnes & PetrusFranzJasomirgott

Samstag, 29. März 2008

Die Geschichte von Otto Normalverbraucher und seiner Ottilie Normalverbraucherin... [Ein Gleichnis]

... begann - wo sonst? - im Supermarkt. Erstmals getroffen haben sie sich vor dem Kühlregal, wo beide angesichts der eklatanten Preiserhöhungen bei Milchprodukten wie Butter oder Käse erschüttert ihre Hände über ihren Köpfen zusammen schlugen und zu weinen begannen. "Wia soll des bloß enden? Wenn das so weida gehd, kann i boid kane Palatschinken mehr mochn...", schluchzte Ottilie. "De Müch [Milch], der Topfn, des Mehl und aa de Eier, plötzlich is des ollas tei(r)a!" Otto sah sie mitleidig an. Auch ihm merkte man an, dass ihm ein solch tristes, von Verzicht bestimmtes Leben nicht gerade schmecken würde. Wieder bei Fassung drehte er sich kurzerhand um, marschierte schnurstracks in die (Tiefkühl-)Gemüseabteilung, fischte dort ein Päckchen Spinat aus der Truhe und wandte sich wieder Ottilie zu: "Daun tuast anfoch an Spinot in de Palatschinken! Und am Sonntag essma wieder wöche mit Topfn und Marünmarmelad'!" Ein verschmitztes Lächeln huschte sichtbar über Ottilies Antlitz! "Ja, des is g'sund, und der Spinot gibt Kroft!"

Von diesem Tag an verbrachten Otto und Ottilie ihr Leben gemeinsam. Und wenn sie nicht gestorben sind (was sie aufgrund ihrer geänderteten Ernährung vermutlich auch noch nicht sind...), dann sind sie noch immer von unbezahlbaren Butterbergen und Milchflüssen umgeben.

Mittwoch, 26. März 2008

Zu Gast bei Verlierern? - Sicher? SICHER!

Seit der 56. Minute der gegenwärtigen Gast-Partie (Holland : Österreich) hat sie mich nun auch gepackt: Die vielfach vorhergesagte Euro-Phorie, ich meine die EURO 2008-Euphorie, die sich bis spätestens bis Juni d.J. im gesamt-österreichischen Fussball-Bewusstsein einnisten soll. Fußball? Österreich? Fußball UND Österreich? Da hat wohl jemand zwei unterschiedliche Kicker-Bock angezogen, heißt soviel wie: In meinem persönlichen Bewusstsein sind und waren diese Begriffe immer mit den sprichwörtlichen zwei verschiedenen Paar Schuhen gleichzusetzen.

Nicht aber seit dieser besagten 56. Minute, die jetzt vielleicht im Spielverlauf gar keine so herausragende war, die aber immerhin MICH, die - in Ermangelung an gutem österreichischem Fußball, der abgesehen von burgenländischen Regionalkickern, die mit der Polizei anhängen, kaum Platz in den Schlagzeilen hat - am internationalen Fußball zwar Geschmack (Zidane *lechz*) und Interesse findet, in den Bann der heimischen Rasenartisten gezogen hat. Warum das plötzlich am heutigen Abend? Just in der besagten Minute bin ich nämlich an einer Riesen-Leinwand (Live-Übertragung) vorbei spaziert, die mich einen kurzen "Ob wir eh abbeißen"-Sicherheitsblick riskieren ließ, um nach dreimaligen Vergewisserns mit großem Erstaunen und lauthals feststellen zu dürfen: "3:1 FÜR UNS?"

Alle bis dato an die Leinwand gehefteten Blicke richten sich plötzlich mit einem
wohlwollenden Lächeln auf mich und nicken mir zu. Irgendwas, sei es Eingebung oder aber auch nur professionelles Fußball-Unverständnis, lässt meinen Pessimismus nicht von meiner Seite weichen und ich trete, um einer patzigen Antwort zu entgehen und auch meinen mitleidigen Blick nicht schweifen lassen zu müssen, um diese Stimmung bloß NICHT zu zerstören, meinen Heimweg an. Als ich daheim ankomme, hat sich das viel versprechende 3:1 plötzlich (....Bitte, WIE kann DAS passieren? WIIIIEEEEEEE bitte? WIE kann man es schaffen, in den madigen verbleibenden 34 Minuten (die by the way ICH locker am Stepper durchhalte, ohne einzugehen...) noch 3 Tore zu kassieren?!?!?!) in ein unglaublickes 3:4 für die "Hoizschlappf'n" (1) verwandelt. Es ist zum Heulen *Buhuuuuuu*. Und dabei würde ich sogar lachen, wenn die Holländer tatsächlich ihre Schraubstollenschuhe (auf Wienerisch: Schraufn-Schuach) gegen ihr traditionelles Schuhwerk getauscht hätten, nur um uns [Fußball-Lachnummer 1] eins auszuwischen... Wie gesagt: Österreich und Fußball - eindeutig zwei verschiedene Paar Schuhe!


http://www.zugastbeiverlierern.at/






(1)
Anm. Zitat aus "Falco"

Montag, 24. März 2008

Ostern[est] ubique

Voila! So (ist) auch in unserem Blog (eins für unsere Leser zu finden!) Happy Easter!

Dienstag, 11. März 2008

Die "Eine-Krocha" aus Wien und ihre seltsamen Kopfbedeckungen

Sie sind nicht zu übersehen. Und noch dazu eine typisch österreichische Erscheinung. Die jungen Leute (vorwiegend Burschen), die sich diesem neuen Hype, der wie schon gesagt bei uns im schönen Wien seine Wurzeln hat, hingeben.

Am Anfang habe ich mich noch gewundert, als ich einen einzelnen "Krocha" - vermutlich auf dem Weg zur Schule - in der U-Bahn entdeckt habe und meinen Blick aufgrund seiner grauslichen neon-farbenen Kappe nicht mehr von ihm abwenden konnte. Nicht er persönlich war es - weil ja auch viel zu jung - , der mich "fasziniert" hat, sondern vielmehr sein Auftreten, sein Selbstbewusstsein, das trotz DIESER Mütze da war. Nun, diese neon-pink/gelb/lila Schirmkappen - noch dazu windschief - aufgesetzt, sind ein Eye-Catcher. Das steht fest!
Tage später - es war ein Einkaufssamstag - als ich über die Mariahilfer Straße schlenderte und mir ganze Grüppchen, die in der Neon-Farbe ihrer Kopfbedeckungen aufeinander abgestimmt waren, entgegen strömten und ich auch beobachtet hatte, wie die "Krocha"-Gangs bei Aufeinandertreffen mittels Handzeichen miteinander kommunizierten, wurde mir schlagartig bewusst, dass meine damalige Begegnung in der U keineswegs als modischer Fehlgriff eines Möchtegern-Individualisten zu bewerten war, sondern dass da was "Größeres" im Gange ist... Nun, man ist ja nicht mehr die Jüngste, und kommt - so ist nun mal der Lauf des Lebens - mit den jugendkulturellen Bewegungen irgendwann nicht mehr mit. Wobei ich ganz offen sagen muss, dass ich nix versäume, wenn ich kein Krocha bin. Was bedeutet das nun? Krocha? Wikipedia sei dank, findet sich dort folgende Erörterung: Als Krocha bezeichnet man "Mitglieder einer jugendkulturellen Szene, die sich seit dem Herbst 2007 im Großraum Wien entwickelt hat. Der Begriff leitet sich vom Wienerischeneinekrochn“ (hineinkrachen) ab". Besonders steil finde ich ja auch, dass neben goldfarbenen Boxerstiefeln auch die durch Bräunungscreme oder Prolo-Toaster (d.i. Solarium) getönte Haut ein Erkennungsmerkmal/Markenzeichen der Krocha ist. Jaja, typisch Wien. "Ganz Wien, ist heut auf....überhaupt in der Ballsaison" (Falco). Ich finde das sagt schon viel aus. Aber nun zum "Einekrochen". Bevorzugt einegekrocht wird ins "Millenium" oder in die "Schicht" (Diskos in Wien).

Echt komisch, dass es sich bei dieser Szene um eine typisch Wiener Erscheinung handelt. Nichts für ungut, aber insgeheim hoffe ich, dass bald wieder mal eine "Emma" über diese Stadt ziehen und den Krocha die Kapperln von ihren Häuptern fegen wird. Damid do wieder a Rua is', in da Stodt! Oder wie unser Mundl sagen würde: "
Wenns es Zniachtln ned glei a Wolkn seiz, kriegts a Fotzn!" - DAS ist Wien!

Dienstag, 4. März 2008

Von Hurenkindern, Schusterbuben und Zwiebelfischen

Seid gegrüßt, Ihr, die Ihr lest was wir hier schreiben...

...falls es überhaupt jemand außer der flotten Blogger-Bagage
(
PetrusFranzJasomirgott, Frechdaxxx, Génie des MontAgnes) liest:

An Tagen wie dem heutigen freue ich mich bereits um 11:56 sovieles gelernt zu haben wie manchmal nicht einmal im Laufe einer ganzen Woche. Natürlich handelt es sich dabei um den Teaser dieses Posts.

Die "Hurenkinder"

Bewegt man sich (vorallem an den Wochenenden) in den Randbezirken Wiens mit öffentlichen Verkehrsmitteln fort, hat man diesen Ausdruck (sowie dessen Verwandte: "Oaschwoama", "Fud" oder "Beidloida") bestimmt schon des Öfteren vernommen. Da ich nun aber seit dem heutigen Tag, 11.36 Uhr, weiß woher der Ausdruck tatsächlich stammt, werde ich nie wieder meinen Blick betroffen zu Boden senken während mir die Schamesröte ins Gesicht steigt sobald meine Ohren solche - wie bisher vermutet - schmutzigen Ausdrücke vernehmen. Nein, ganz im Gegenteil, ich habe Hochachtung vor eben jenen Juvenilen, die es sich vormitternächtlich im halbtrunkenen Zustand lauthals schreiend neben mir auf dem Vierer-Bankerl mit den Füßen auf den Sitzen gemütlich machen, denn offenbar habe nur ich mit "Hurenkind" das Kind einer Hure verbunden. Was ich nämlich bis dato nicht wusste, war die Tatsache, dass der typographische Ausdruck: "Hurenkinder" (die politisch weniger inkorrekte Bezeichnung ist in diesem Fall „Witwe“) nichts anderes meint, als eine Zeile die ganz einsam und verlassen am Beginn einer Seite steht (ob auch den oben beschriebenen verwandten Begrifflichkeiten eine andere Bedeutung zugeschrieben werden kann, konnte ich durch meine bisherigen Recherchen allerdings noch nicht herausfinden). Das Gegenteil der "Hurenkinder" sind übrigens die "Schusterbuben".


Als Hilfe zur Unterscheidung dieser zwei typographischen Fehler dient folgender Merkspruch:

"Ein Hurenkind weiß nicht, wo es herkommt, ein Schusterjunge nicht, wo er hingeht."

(siehe auch: http://tkb.design.fh-aachen.de/02_02_06_hurenkind.php)


Soweit zum Thema der „typographischen Allgemeinbildung“. Weder das "Hurenkind" noch der "Schusterjunge" sind übrigens in diesem Zusammenhang erwünscht (das ü ist ein sogenannter „Zwiebelfisch“ – wenn sich also ein Buchstabe in einer anderen Schrift hineinschummelt).

An dieser Stelle möchte ich auch noch die "Rotznase" erwähnen (ein Druckfehler im Tiefdruckverfahren); durch Schmutzablagerungen wie Papierstaub, Pigmentverkrustungen etc. (Rotz) unter dem Rakelmesser, zieht die Druckfarbe nasenförmig aus und druckt auf den Bedruckstoff.

Den "Blindfisch": ein falsch abgelegter Letter der unbesehen aus dem Fach eines Setzkastens entnommen wird.

Die "Hochzeit": ein doppelt gesetztes Wort oder ein doppelt gesetzter Satzteil.

Die "Leiche": das Gegenteil der "Hochzeit" - es fehlen Wörter.

Den "Fliegenkopf": das Abbild einer auf dem Kopf stehenden Type, also im Satzbild ein Fleck anstelle eines Buchstaben.

Das "Satzschiff": ein schweres Blech, auf dem man Bleisatz-Kolumnen transportiert und aufbewahrt, es dient auch als Arbeitsunterlage.

Und dann wären da noch...

"Versalien" - das sind Großbuchstaben, "Gemeine" sind Kleinbuchstaben. Der "Flattersatz" - eine Satzform ohne Worttrennungen, in der die Zeilenlänge dem Zufall, dem Sinn oder dem typografischen Entwurf untergeordnet wird. Im "glatten Satz" (heute Blocksatz genannt) werden nach dem Setzen einer Zeile die Wortabstände geändert, um eine bestimmte Länge der Zeile zu erreichen. "Quadraten", "Stege", "Ausschluß" werden nicht-druckende Teile genannt, ohne welche die Lettern keinen Halt hätten. "Spieße" sind Teile, die während des Druckes durch die Erschütterungen der Druckmaschine aufsteigen auf Schrifthöhe und dann mitdrucken... und sollte ich die Einzige sein, der diese Informationen neu waren, dann ersuche ich um Entschuldigung und wünsche noch einen schönen Tag!

(Weitere Details auch unter http://www.blog.druckerey.de/?s=tag&t=adsh)

Montag, 3. März 2008

"Viel Lärm um nichts" in Will Shakes Stratford-upon-Avon

William Shakespeare! Der William Shakespeare! Der englische Dichter, der Dramatiker, der Lyriker, der Welt- und Theaterliterat, dessen Gesamtwerk nach wie vor Aktualität und Gültigkeit besitzt. Im 16. Jahrhundert hat er geschaffen, geschrieben und gewerkt, hat "Plays" produziert, in denen er auch selbst in kleinen Rollen mitgewirkt hat. Der William Shakespeare also, den jedes kleine Kind zumindest vom Hören-Sagen kennt. Und dazu muss es sich nicht mal um ein Kind der englischen Bevölkerung handeln.
Vor ein paar Tagen waren wir zu Besuch in Stratford-upon-Avon, einer kleinen Stadt inmitten der englischen Grafschaft Warwickshire
, wo ER angeblich geboren wurde. Um uns dort umzusehen, um diese für die schreiberische Profession offenbar äußerst zuträgliche Luft einzuatmen, die kreative Atmosphäre dieses Ortes in freudiger Ewartung auf eine eigene schriftstellerische Erfolgsgeschichte quasi einzusaugen wie ein Staubsauger, sind wir - von Coventry kommend - in die Kulisse seiner ersten Lebens- und Schuljahre gepilgert. Schon in meiner Schulzeit, als meine Deutschlehrerin uns Shakespeare/die Shakespeare-Bühne und dessen/deren Vorbildwirkung für Lessing näher gebracht hat, habe ich aufgrund ihrer Schilderungen jenes pittoresken Ortes, den Entschluss gefasst, selbst einmal dort hinzufahren. Und dann war ich plötzlich in der Henley Street in Stratford, vor dem Haus, von dem man sagt, dass hier im Jahre 1564 ein gewisser "William Shakespere" geboren worden sei. Das Geburtshaus des Genies! Wikipedia weiß wieder mal mehr:

"
Es [das Haus; Anm.] stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und ist ein Beispiel für ein typisches Haus der englischen Mittelklasse jener Zeit. Es ist ein Fachwerkshaus, mit braun gestrichenen Holzbalken, die Zwischenräume gefüllt mit Flechtwerk und Lehm. Das Gebäude ist gut restauriert und kann besichtigt werden, im Inneren findet man Einrichtungsgegenstände aus der elisabethanischen Zeit, allerdings KEIN einziges Teil, das wirklich Shakespeare gehört hat."

Wie bitte? Spätestens jetzt sind meine Vorstellungen zunichte gemacht... Was soll denn das bedeuten? Heißt das etwa, dass ich mir das dort im hauseigenen Souvenirshop erstandene Schreibwerkzeug, das angeblich dem Shakespaer'schen Erfolgsfederkiel nachgebildet ist, hätte sparen können? Dachte ich mir beim Kauf nicht, dass seine Hand die meine beim Texten von (Blog-?)Literatur führen und mich parallel dazu zu literarischer Anerkennung führen würde?
Im letzten Moment schien es als hätte er mich tatsächlich an der Hand genommen, um mich von dem Haus fortzuführen und mich vom Besuch der angeblichen Geburtsräumlichkeiten abzuhalten. Womöglich hätte ich sonst enttäuscht feststellen müssen, dass mein Will GAR NICHT gelebt hat und diese Ghostwriter-Theorie der Wahrheit entspricht. Aber... WER zum Teufel hätte dann in diesem Moment meine Feder geführt?

Mittwoch, 16. Jänner 2008

Warum gerade Dita - und nicht Günta?

Zu Recht fragen so manche derstandard.at-Posting-Schreiber, warum sich Richie L. heuer ausgerechnet DITA VON TEESE als Opernballstargast ausgesucht hat. Wäre es nicht naheliegender gewesen, sich für den allseits bekannt-beliebten Günta zu entscheiden, der ja immerhin auch "billiger und jünger" zu haben gewesen wäre? Denn: Kaum ein Österreicher kennt diese anrüchige Dame, die sich in ihrer Profession als Stripperin, Nacktmodell und Ex-Gattin des US-Schockrockers Marylin "I wanna fuck you like an animal" Manson gerne mal in überdimensionalen Cocktail-Gläsern von ihrer besten Seite zeigt... auch wenn Otto-Normal-Österreicher Dita, die wie Günta ein Faible für rotes Plüsch hat, gar nicht kennt, lässt diese Entscheidung - nämlich FÜR Dita und somit GEGEN Günta ;-) -, bei Richie - ein scheinbar über Nacht erwachtes - mediales Gefühl für die perfekte Auswahl seiner Gäste erkennen. BRAVO!

Wie jedes Jahr werden sich's die Österreicher am Ball-der-Bälle-Abend mit Chips und Cola vorm TV gemütlich machen, um den "Leuten", über die man gerade spricht, via Fernsehschirm so nah wie eben möglich zu kommen. Ich bedauere nochmals zutiefst, dass Dita
hierzulande eher mit billigen Handytarifen assoziiert wird. Die landesweite Unkunde, was spannende Persönlichkeiten angeht, wird auch durch folgendes Posting - ironisch - zum Ausdruck gebracht:

Stimmt das ?!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Dieter kommt zum Opernball ?!!!!!!!
WAAAAAAAAAAAAAAAAAAH-nsinn !
:-)

Freitag, 11. Jänner 2008

Ich möchte ein Eisbär sein...

...zwar nicht am kalten Polar, dafür im Nürnberger Zoo! Das derzeit noch "unbenamste" Eisbär-Baby wird dort gehätschelt und getätschelt, bekommt alle paar Stunden das Fläschchen und wird mit Sicherheit so ein kleiner weißer (noch!) Star wie sein Berliner Artgenosse "Knut".

Über den Namen Knut lässt sich streiten, und es ist zu hoffen, dass sich die Internet-Community, die zur Namensfindung aufgerufen wurde, auf einen passenderen Eisbären-Namen einigen wird können. Apropos, wer mitbestimmen möchte: http://www.nuernberg.de/internet/eisbaer/eisbaername.html

- Nur bitte nichts Knut-artiges!
Auch nur 16 Prozent (aber immerhin...) von mehr als tausend befragten Deutschen können sich vorstellen ihr Kind "Knut" zu nennen...